In dem auf Umschlag und Lagerung von hochwertigen Düngemitteln spezialisierten Hamburger Terminal Louis Hagel werden seit Januar 2014 auch Düngemittel gemischt. Dazu wurden von Louis Hagel maßgeschneiderte Boxen in ein vorhandenes Silo eingebaut und Förderwege entsprechend angepasst. Der bereits 1878 gegründete Hamburger Traditionsbetrieb erweitert damit sein Angebot für Logistikdienstleistungen im Massengut Segment.

Die SKW Stickstoffwerke Piesteritz, ein Tochterunternehmen des tschechischen Agrofert-Konzerns, trugen mit der Installation der Mischanlage am Standort Hamburg der zunehmenden Nachfrage nach ihren innovativen Mineraldüngern Rechnung. Durch die Nutzung dieser konzerneigenen Anlagen erweitert SKW Piesteritz die Kapazitäten des Düngers ALZON 40 S, der auf dem Markt sehr gut nachgefragt wird. Das Mischprodukt wird aus umweltfreundlichem, stickstoffstabilisiertem Harnstoff und einem Stickstoff-Schwefeldünger zusammengesetzt und ist speziell für die Getreideernährung entwickelt worden.

„Seit der Wiedervereinigung haben wir unsere Geschäftsbeziehung mit den SKW Piesteritz sukzessive ausgebaut. Dabei haben wir uns gemeinsam den wechselnden Marktanforderungen angepasst. In den 90er Jahren stand der Export von Standarddünger im Fokus, heute beladen wir zusätzlich Container mit 13 Spezialitäten für den Weltmarkt und mischen ab dieser Saison SKW-Düngemittel für den lokalen Markt. Das erfordert auch eine enorme Flexibilität für ein Umschlagunternehmen”, fasst Inhaber Horst Hagel zusammen.

Zurzeit werden die Kapazitäten am Terminal Hagel weiter vergrößert. Die Bauarbeiten zum Aufbau eines neuen Wipp-Drehkrans haben bereits begonnen. Zur neuen Düngemittelsaison können dann Schiffe mit bis 11 Meter Wassertiefe abgefertigt werden. Rund 30 Prozent des gesamten Seegüterumschlags im Hamburger Hafen wird an den Massengutterminals generiert (42,3 Millionen Tonnen). Der Umschlag von Stickstoffverbindungen und Düngemitteln sowie chemischen und natürlichen Düngemittelmineralen stieg in den ersten drei Quartalen 2013 um zwei Prozent auf 2,7 Millionen Tonnen an.

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