130 Jahre Firma Louis Hagel in 2008
Der Gründer erweiterte das zunächst reine Fuhrwerksunternehmen einige Jahre später um die Sparte Möbeltransporte. Ab 1910 übernahm das Unternehmen auch den Hafenumschlag und die Lagerei für lose und gesackte Massengüter im Harburger Binnenhafen. Bereits Anfang der 20er Jahre konnten 100 Eisenbahnwaggons pro Tag im Schichtbetrieb abgefertigt werden. Das Unternehmen verfügte bereits über beachtliche Kapazitäten: zahlreiche Stallungen und Möbelspeicher, rund 60 Pferde, 90 Roll- und Möbelwagen, Lastwagen und Trecker, zehn elektrische Kräne, 6500 m² überdachte Lagerfläche sowie zwei Geschäftshäuser.
Die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens wurde durch den Ausbruch des zweiten Weltkrieges unterbrochen. 1943 kam der Sohn des Gründers, Louis Hagel Junior, als damaliger Inhaber und Geschäftsführer ums Leben.
Die Gebäude und Lagerhallen wurden vollständig vernichtet und der Fuhrpark sowie die Kräne schwer beschädigt. Dementsprechend schwierig gestaltete sich der Wiederaufbau nach dem Krieg. Dennoch konnten bereits 1946 sieben der zehn Kräne wieder in Betrieb genommen werden. Damals wurden hauptsächlich Sonderzüge für Mehl, Getreide und Kartoffeln abgefertigt.
1969 wurde der Sitz der Firma vom Harburger Binnenhafen zum Südlichen Reiherstieg verlagert. Im Rahmen dieses Umzugs wurden weitere Investitionen getätigt: Ein neuer Greiferkran sowie ein Losebelader wurden in Betrieb genommen.
Seit 1987 wird das Unternehmen in dritter Generation von Horst Hagel geleitet. Horst Hagel veranlasste 1993 den Bau eines modernen Losebeladers und tätigte 1998 mit dem Bau der Lagerhalle sowie der Erweiterung des Losebeladers die umfangreichsten Investitionen in der Geschichte der Firma Hagel. Die Firma Louis Hagel ist ein “echter Familienbetrieb”: Neben Horst Hagel und seiner Frau Gisela sind die Kinder Sandra Reidock, Catharina Kunz und Philip Hagel in dem Unternehmen tätig.